Herstellung von Calciumsulfatbinder CAB 30
(LANXESS Anhydritbinder)
LANXESS produziert seit mehr als 70 Jahren Flusssäure. Hierbei fallen je Tonne Flusssäure ca. 4 Tonnen Calciumsulfat als Nebenprodukt an. In den Anfängen wurde dieses Material deponiert. Seit 1962 wird Anhydrit zu einem hochwertigen Bindemittel zur Herstellung von Estrichen veredelt. Zuerst wurde der Calciumsulfatbinder im Innenausbau für Putze verwendet. Schnell erweiterte sich das Anwendungsgebiet auf den Estrichbereich, wo er heute fast ausschließlich zum Einsatz kommt.
Synthetisch hergestellter Calciumsulfat ist aus chemischer Sicht mit Gips verwandt. In der chemischen Formel für Gips sind im Unterschied zu Calciumsulfat zusätzlich zwei Moleküle Wasser enthalten, die dem Calciumsulfat durch Temperaturzufuhr entzogen wurden.
Gips CaSO4 x 2H2O
Calciumsulfat CaSO4
Calciumsulfat wird demnach als "Wasserfreies Calciumsulfat" bezeichnet. Durch die Zugabe von Wasser entsteht das Reaktionsprodukt Gips. Im Unterschied zu einem Stuckgips mit einem sehr niedrigen Festigkeitsniveau entsteht bei der Reaktion von Calciumsulfat mit Wasser ein hochfester Gips mit herausragenden technischen Eigenschaften. Durch gezielte Aufmalung des Calciumsulfats und der Zugabe eines Anregers entsteht ein hochwertiges Bindemittel.
Calciumsulfatbinder CAB 30 (LANXESS Anhydritbinder SYN nach DIN EN 13454)
Synthetischer Calciumsulfatbinder ist ein Baustoff, der mit geringem Energieaufwand hergestellt wird und daher die Umweltressourcen schont. Umfangreiche Eigen- und Fremdüberwachung garantieren die Einhaltung der Anforderungen der DIN-Norm für Anhydritbinder DIN EN 13454. Die Ausführungsnorm für Estriche DIN 18560 verlangt bei der Herstellung von Calciumsulfatestrich ausdrücklich die Verwendung von Calciumsulfatbinder nach DIN EN 13454.
